Die Ungerechtigkeit des Mindestlohns (2.5.2014)

Am 1. Mai wurde einmal mehr der Mindestlohn gefordert. Es ist nachvollziehbar, wenn man faire Löhne fordert. Leistung soll sich nämlich in der Schweiz lohnen. Die in der Initiative verlangten 4000.- Franken wurden aber zum gerechten Ideal stilisiert. Die Initianten haben scheinbar ein Monopol auf die Gerechtigkeit. Sie vergessen, dass Gerechtigkeit im Auge des Betrachters liegt.

 

Gründer eines innovativen Start-Up werden sich wohl kaum als Angestellte von Anfang an den geforderten Mindestlohn auszahlen können. Unternehmertum und Innovation, welche der Schlüssel zu unserem Wohlstand sind, könnten so behindert werden. Das Gewerbe in der Schweiz besteht auch nicht nur aus Grosskonzernen und Start-Ups. Es gibt viele kleinere und mittlere Unternehmen, welche einen wertvollen Beitrag für die Wirtschaft und Gesellschaft leisten. Dies sind zwar nur einige Beispiele, Fakt aber ist, dass viele Unternehmen sich höhere Löhne schlichtweg nicht leisten können.

 

Die Konsequenzen eines Mindestlohnes für den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft sind nicht von der Hand zu weisen. Die Geschichte und die europäischen Nachbarn sind mahnende Beispiele. In Frankreich wird bereits aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit über eine Senkung des Mindestlohnes diskutiert.

 

Die Initiative, die offenbar Menschen mit tiefen Löhnen helfen will, zerstört deren Arbeitsplätze und Existenz. Dadurch zeigt sich einmal mehr, dass das Gegenteil von gut nicht schlecht ist, sondern gut gemeint. Diese Initiative ignoriert regionale Unterschiede sowie die wirtschaftliche Realität. Nicht nur, dass ein Mindestlohn Arbeitsplätze zerstört, er treibt Menschen in die Schwarzarbeit und damit in die Illegalität. Dort finden sie oftmals schlechte Arbeitsbedingungen, schlechte Löhne und sicher keinen Arbeitnehmerschutz.

 

Diese Initiative richtet soviel Schaden an, dass es fast schon zynisch ist von Gerechtigkeit zu sprechen. Der logische Schluss ist darum ein Nein zur Mindestlohninitiative am 18. Mai einzulegen. 

 

Matthias Heller, Präsident 

 
Jungfreisinnige Bezirk Uster, Mönchaltorf